Feschte

Der heutige Tag begann mit klarem, blauen Himmel und viel Sonnenschein. Perfekt für einen tollen Sommertag, perfekt an einem Samstag, perfekt für ein gelungenes Fest. Und ja, in Bern war heute etwas los. Eigentlich auch schon gestern, aber da war es doch noch etwas kühl, grau und auch nass gewesen. Ganz anders heute...
Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Küche putzen war angesagt, plus einmal mit dem Dyson durch die ganze Wohnung. Mit dem Putzen der Küche ist das ähnlich wie mit dem Fensterputzen: es wird schon am ersten Tag danach wieder schmutzig. Zuerst vermehlte ich die Arbeitsfläche mit Kichererbsenmehl. Ja, genau, Morgen Sonntag gibt es Galettes. Später habe ich dann noch Weissmehl in der Küche verteilt, beim Pizzabacken. Meine aktuelle Lieblingspizza mit Mozzarella, Tomatensauce, Kalbfleisch, Spinat und Knoblauch. Warum das keine gute Idee war? Später...
Zwischen Putzen und Pizza habe ich mich mal unter die Leute gemischt. Kurz nach Mittag war Bern noch dominiert von Touristen und Berner*innen auf Shoppingtour. Vom Stadtfest war zwar schon viel zu sehen, aber es war noch ruhig. Einige Stände wurden erst so richtig bestückt und eingerichtet, auf den Bühnen war es noch ziemlich ruhig. Das Fest lief noch nicht so richtig, der Markt war auch noch etwas im Weg - egal, für mich DIE Gelegenheit mir einen Überblick zu verschaffen. Das Schrittziel war danach erreicht, ich machte mich auf den Heimweg zum Faulenzen und Pizzabacken.
Womit wir beim Thema von vorhin wären: die nicht so gute Idee beim Pizzabelag. Knoblauch ist nicht unbedingt die ideale Zutat, wenn man nachher noch unter die Leute will. Und das habe ich heute gemacht, um halb Acht fuhr ich in die Stadt und lauschte eine halbe Stunde später dem Konzert von Black Sea Dahu, einer Band aus Zürich. Die spielten auf dem Bundesplatz und da war man wirklich "unter Leuten". Ich war froh, hatte ich mir wenigstens noch die Zähne geputzt. Zum Küssen hätte das kaum gereicht  - das war ja aber auch nicht zu erwarten.... Eine Stunde später spielte Naomi Lareine auf dem Waisenhausplatz. Dort war es nochmals etwas enger und dieses Konzert war für mich auch nochmal ein Quentchen besser. Am Abend sah das Szenario nun auch komplett anders aus: wo der Markt gewesen war, hatte es nun unzählige Festbank-Garnituren. Unzählig waren auch die Besucher*innen und an jeder Ecke erklang Musik. Die Stadt lebte, die Menschen feierten sich und das Leben. Und ehrlich gesagt, fühlte ich mich am Abend einiges älter, als noch nach dem Mittag.
PS: geküsst hat mich übrigens niemand, Knoblauch bleibt auf dem Speiseplan...

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