Zwischentief

Mittwoch - Mitte Woche und auch irgendwie in der Mitte zwischen zwei Feiertagen. Der Campingplatz ist immer noch gut gefüllt, aber ein paar Lücken hat es am Dienstag schon gegeben. Zeit für die Pflege des Platzes, da wurde Rasen gemäht, Hecken geschnitten und Strassen geputzt. Am Morgen gibt es die Wellen von Morgenduschern, Frühstück-Abwaschern und Brötchen-Holer (nicht zwingend in dieser Reihenfolge). Dann fliegen die Meisten aus: an den Strand, zum Pool, nach Ascona oder Locarno, zum Einkaufen, oder heute zum Markt nach Cannobio. Dann wird es hier sehr ruhig bis weit in den Nachmittag hinein. A propos Markt: ich sehe hier in der Strasse bei den Zürcher Familien altbekannte Muster: eine kleine Delegation fährt zum Markt, die Papis beschäftigen die Kids. Was mehr oder weniger aufwändig ist, je nach Alter der Kinder. Oder auch schon gehört: "sonst können wir gleich mit dem Campen aufhören". Klassisch auch die relativ frühe Abendmüdigkeit der Kinds - bei dem Programm und dann noch alles draussen an der frischen Luft....
Die Zürcher Familien hatte ich schon erwähnt. Gut möglich, dass die im Moment gerade Schulferien haben, das würde den hohen Anteil schulpflichtiger Kinder erklären. Dito für unsere deutschen Nachbarn, aber bei denen hat ja eigentlich immer irgendein Bundesland Ferien. Ist aber eigentlich ganz gut so, die Campingplätze verwandeln sich sonst in der Zwischenzeit zu beruhigten Flächen für Menschen im Beinahe-Ruhestand. Ich darf das so schreiben, altersmässig schlittere ich auch langsam in diese Gruppe rein. Der Körper ist da schon etwas weiter als der Kopf, wobei ich im Moment gerade nicht klagen kann - auf Holz klopfen.
Die Ruhe wird maximal bis Freitagabend anhalten, dann fliegen schon wieder die Dauercamper ein. Und dann geht es bei mir steil bergab mit den Ferientagen im Tessin, dafür wird die Platzbelegung mit jedem Tag bis Fronleichnam weiter ansteigen. Bis dahin bleibt aber noch jede Menge Zeit - so scheint es jedenfalls...

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