Ferien oder Wochenende?

Samstagabend. Es ist schon lange her, seit ich für's Büro tätig war. Am letzten Mittwoch vor zwei Wochen, am 3. Mai um genau zu sein, heute schreiben wir den 21igsten. Das ist für meine Verhältnisse eine richtig lange Zeit. Nun ist Samstagabend und irgendwie weiss ich nicht so recht, habe ich jetzt noch Ferien, oder ist eher einfach Wochenende? Auf dem Papier ist es klar, Wochenende - aber es fühlt sich an wie beides, oder weder noch. 

Auffahrt war eine spezielle Erfahrung für mich, einerseits weil es in der Stadt erstaunlich viele Leute hatte, die erstaunlich viel Betrieb machten. Man versuchte krampfhaft der kalten Bise zu trotzen und sass eng an einer wärmenden Mauer, entweder weil sie von der Sonne aufgewärmt worden war, oder schlicht um der Bise zu entgehen. Nur unser Ziel-Restaurant - Volver - hatte geschlossen. Ohne irgendwelche Hinweise auf der Webseite, ohne irgendeine Nachricht an der Tür. Einfach zu. Nun gut, viele andere Lokale hatten geöffnet, ein Problem war es also nicht. Und das Konzert später im Mahogany Club war eine echte Überraschung: einerseits weil ich nichts davon gewusst hatte, andererseits weil man uns Bernern / Schweizern solche Musik eigentlich nicht zuschreiben würde. Echt coole Idee von meiner lieben Schwester.... Ach ja, die Band: Buena Vista Capitol Club (wobei das letzte Wort richtig speziell ausgesprochen wird, zumindest vom Bandleader...). Danke dafür, ein echtes Erlebnis...

Der Freitag war dann ein Tag zum Auf- und Wegräumen. Aufräumen bezüglich Wäsche und Ferien-Utensilien, Wegräumen eher in Form von "Pendenzen erledigen". Am Abend war ich recht zufrieden, alles Wichtige war erledigt, Zeit für eine alte Gewohnheit - nicht zuletzt, um wieder etwas aus den Ferien in den Alltagsrhythmus zu kommen: einmal Kino im Westside. Um 18:15 war dann auch nicht allzu spät, so dass ich noch zu christlicher Zeit nach Hause kam und auch noch ein Glas Wein trinken konnte. Bis ich Tagesschau und Wetter zeitversetzt angeschaut hatte, war es schon bald wieder Zeit für's 10 vor 10 - hab ich mir auch noch angeschaut, dann ging es langsam aber sicher in Richtung Bett.

Samstag. Was macht einen Samstag aus, wenn ich im normalen Arbeitsrhythmus bin? Zuerst eine Putzsession (heute nur ein simples Staubsaugen, ab nächster Woche gibt's dann wieder mehr - habe schliesslich schon alle Fenster geputzt), ein Rundgang in der Stadt (heute gestrichen, weil die Sonne ihren Dienst verweigerte und sich hinter dicken Wolken versteckte), Training und Sauna (erledigt - tat gut und war toll), etwas Feines kochen (Spargeln und Poulet-Oberschenkel vom Grill - ja, wirklich). So gesehen war es ein Samstag, kein Ferientag. Und jetzt folgt noch der Sonntag, hoffentlich mit Sonne und - aussergewöhnlich - mit einem Brunch im Schwellenmätteli. Wohl eher wieder Ferien, und nicht Alltag...

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