Wasser

Es ist einfach ungleich verteilt, das kostbare Nass. Ich hatte heute im Büro im Kaffeeraum eine Bemerkung zum Regen gemacht, zum ausbleibenden Niederschlag im Fall von Zollikofen. Da meinte ein Kollege, welcher in Thun wohnt, bei ihnen regne es regelmässig am Abend. Ok - bei mir entsteht an den Rasenrändern langsam aber sicher wieder ein kleiner Graben zwischen Erde und Begrenzungsplatten. Hier ist es schlicht und einfach trocken. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage zeigen zwar eine leicht erhöhte Gewitterneigung - aber wo es dann wirklich Regen geben wird, steht in den Sternen. Immerhin, solange es in den Bergen und den Voralpen regnet, haben wir wenigstens genug Wasser, um bei Bedarf auch mal etwas dem Garten zu spenden.
Man kann ja auch zu viel des Guten bekommen. 10 Meter hoch kommen aktuell die Wassermassen in der Ukraine gleich unterhalb des lecken Staudamms. Wie ein solches Bauwerk unter russischer Kontrolle plötzlich einen grossen Riss bekommt, ist schon erstaunlich. Waren es die Ukrainer, dann sind die militärischen Fähigkeiten der dort stationierten russischen Truppen als dilettantisch anzusehen. Waren es die Russen, dann spricht es einmal mehr gegen die Russen, denn auch sie bezogen Wasser aus dem Stausee - für die Krim beispielsweise. Und ein solcher Akt zeigt, dass die Russen Mittel mit einem hohen Preis einsetzen, um gegen die Ukrainer Erfolge zu erzielen. Wer viel zu zahlen bereit ist, steht unter Druck. Es scheint, als würde sich die russische Armee bereits wieder im Krebsgang zu befinden. Ein  baldiges Ende des Kriegs ist aber wohl dennoch eine Illusion - ausser, die Russen machen einen Fehler beim grössten Atomkraftwerk in Europa. Auch dieses ist in den Händen derselben skrupellosen Machthaber. 
Die kleine Schweiz zankt sich derweilen über ganz andere Themen: Containersiedlungen für Asylbewerber auf Bundesareal? Der Genosse Nordmann Präsident der PUK zur Crédit Suisse? Der FC Sion auf dem Weg in die Challenge  League? 

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