1848

Gestern war also Sauna angesagt. Es war ein weiter Weg, bis ich endlich dort war, denn am Morgen hatte ich irgendwie keine allzu grosse Lust. Es war Grau und kühl, meine Motivation für den wöchentlichen Putzgang im Keller und irgendwie fühlte sich alles irgendwie anders an als sonst. Für gewöhnlich kann man in einem solchen Moment sagen: mit dem falschen Fuss aufgestanden. So schlimm war es dann aber doch nicht. Irgendwie tat mir ein richtiges Frühstück mit Schinken, Käse, Ei und Sauerteigbrot gut, dazu ein Kaffee und dann kam ich doch noch in die Gänge. Karton in den Container, Flaschen in den Keller, dann nochmal in den Keller weil ich die Bambussprossen vergessen hatte, WC putzen, die ganze Wohnung staubsaugen und am Ende den Boden feucht aufnehmen. Irgendwie war dann trotzdem erst Zehn als ich fertig war - anscheinend war ich früh aufgestanden.

Gut, dann blieb ganz viel Zeit zum rumlümmeln. Ich vertrödelte dann noch einige Stunden mit diversen mehr oder weniger wichtigen Beschäftigungen - genau, was ich jeweils an einem solchen Tag benötige. Um halb Drei fuhr dann mein Zug nach Bern und um Punkt Drei sass ich auf dem Ergometer. 45 Minuten, 19 Kilometer und ganz viel Schweiss lagen vor mir. Danach noch mehr Schweiss in der Sauna und am Ende jede Menge Schweiz draussen auf der Strasse. Angeschrieben mit "1848" breitete sich eine Volksfest-Stimmung rund um den Bundesplatz aus. Ich wusste zuerst gar nicht, was es war. Nun, 175 Jahre Bundesverfassung - und weil die sich selber nicht feiern kann, hat das die Schweizer Bevölkerung übernommen. Mal was anderes....

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