ein kleines Sommerloch

War doch gar nicht so schlecht, dieser Freitag. Ursprünglich hatte ich mit einem grauen, regnerischen Tag gerechnet, denn so hatten es die Wetterfrösche mal anfangs Woche vorausgesagt. Die Regenwolken sind offenbar anderswo durchgewandert. Mir soll's recht sein, ich habe letztendlich davon profitiert. Anderswo war es dafür schlicht katastrophal: in Ibiza soll die ganze Kanalisation aufgrund der starken Regenfälle hochgekommen sein, das wird jetzt ein paar Tage einen sehr unangenehmen Geruch verbreiten. Da werden sich die Partygäste aber freuen.... Ja, so ist das mit der Klimaveränderung. Das Wasser muss immer noch runter, es verteilt sich aber offenbar etwas ungerechter als früher. 

In der Schweiz - nein, falsch, in Zollikofen - ist die Situation gerade sehr entspannt. Der Boden hat eine gute Feuchtigkeit, die Temperaturen sind eher nicht auf sommerlichen Niveau, Zeit den Sommerdünger auszubringen. Das habe ich heute gemacht, im Vertrauen darauf, dass es in den nächsten Tagen noch etwas Regen gibt. Das wäre dann ideal und würde dem Rasen helfen, die Schäden der Trockenheit (die sich eigentlich nur noch auf der Südseite zeigen), besser zu eliminieren. Ich mache mir aber keine Illusion, die schmale Rasenfläche gegen Süden wird vermutlich nie eine schöne, reine Rasenfläche sein. Da muss ich auch mal etwas anderes wachsen lassen, damit es bei Trockenheit überhaupt Grün bleibt. 

Mein Morgen hatte eigentlich ganz gut gestartet, mit zwei weichen Eiern und dann irgendwann einmal  der Transfer ins Fitnesscenter. Zu früh hätte Rush-hour bedeutet, zu spät hatte ich dasselbe im Fitnesscenter erwartet. Aber ganz offensichtlich sind die Menschen noch nicht so aufgelegt für Fitness - oder halt eben immer noch in den Ferien. Mir soll auch das recht sein. 
Später, nachdem ich den ganzen Krempel nach Hause gebracht und aufgehängt hatte - draussen, es war überraschend sonnig - machte ich mich auf in den Breitsch. Da wir einen direkten Bus dorthin haben (leider nur Montag bis Freitag), gehe ich ganz gerne in die dortige Migros einkaufen. Dort bekomme ich den Gerzensee-Brie auf sicher, bei mir in Zollikofen ist das eher ein Lottospiel. Da es schon kurz nach Mittag war, ging ich aber zuerst noch in der Gelateria vorbei. Nicht ganz überraschend - man hatte mir diese Frage schon mal gestellt - fand ich dort meine Lieblingsglace Marzipan-Mohn. Im Marzili gibt's die nach wie vor nicht... somit habe ich die komische Situation: dort wo die Verwandtschaft arbeitet, gibt's diese Glace nicht, dort wo sie wohnt hingegen schon. Okay..... Dazu nahm ich noch etwas vom Bello Aranciello, das ist was ganz Neues mit Orangen und irgendwas mit Alkohol. Die Lady hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass diese Glace etwas "flüssiger" sei wegen dem Alkohol. Gut, das spielt bei mir keine so grosse Rolle, Glace hat bei mir keine grosse Überlebenschance. 

Dann habe ich mir ehrlich gesagt etwas den Kopf zerbrochen über den Abend. Kino war keine Option, ich habe bereits 7 der aktuell laufenden Filme gesehen. Einfach zu Hause bleiben war es auch nicht - eine Option  meine ich  - und darum gab es noch einen Vorabend-Spaziergang durch die Altstadt von Bern. Die Spuren des Buskers-Festival von nächster Woche sind bereits sichtbar. Halteverbote ab 07.08.2023 deuten darauf hin: am Montag wird Platz gemacht, werden Bühnen aufgebaut und Stromkabel verlegt. Die dicken Anschlüsse sind schon da, und auf dem Münsterplatz wird emsig an der grossen Installation gebaut. Irgendwas mit 20 Kerzen, weil es ist ja das 20jährige Jubiläum. Und ich werde dabei sein, ob jeden Tag und wie lange - mal sehen. Ich freue mich jedenfalls darauf. Und das Wetter soll dann nach diesem kleinen Zwischentief auch wieder sommerlich warm werden - perfekt.

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