Wochenende
Es ist Samstagabend, und heute habe ich wirklich nichts gemacht. Kein Putzen, kein Training, keine grossen Sprünge nach draussen - eingekauft habe ich vermutlich nur deshalb, weil ja Morgen Sonntag ist. Mein Auto steht gerade irgendwo in Basel, Isabel ist damit unterwegs und so wie es aussieht, macht sie das sehr gut. Zugegeben, da war viel Autobahn dabei, aber 4,9 Liter aus 100 Km, das schaffe ich ehrlich gesagt nur selten. Praktisch, wenn man das über die App sehen kann.....
Gestern in Murten waren wir zweimal etwas überrascht: den stockenden Verkehr zwischen Autobahn-Ausfahrt und Städtchen hatten wir erwartet. Den am nächsten gelegenen Parkplatz haben wir gerade noch irgendwie für uns nutzen können - eigentlich war er bereits als "belegt" markiert, aber ich war nicht der erste, der dort noch angeschlossen hat. Den letzten Bus ins Zentrum haben wir dann äusserst knapp verpasst. Aber es waren keine 10 Minuten zu Fuss, und der Bus fuhr ja noch einen weiter entfernten Parkplatz an, schneller war der wohl kaum. Aber dann kam das überraschende: die Einlasskontrolle fand im freiburgischen Murten im bernischen Tempo statt: fast eine Viertelstunde quälten wir uns Schritt für Schritt Richtung Kontrollhäuschen. Am meisten Zeit nahm das Montieren des Festival-Bändchens in Anspruch. Klar braucht es das, Murten kann man ja auch am Nachmittag bereits betreten, und dann hat niemand ein Bändchen... Jedenfalls wurde es immer knapper für unsere gebuchte Vorstellung in der Kirche. Die war toll, und wir waren froh, dass wir doch relativ gross gebaut sind - und so über die meisten Köpfe gut nach vorne gesehen haben, oder zumindest gut dazwischen durch.
Der heutige Tag war dann lange eine graue Geschichte. Die Sonne sah ich erst spät am Nachmittag, wobei - so ganz stimmt das natürlich nicht, ich sah sie ja bereits am blauen Himmel über Crans-Montana bei der Meisterleistung von Malo Blanc. Das hatte ich tatsächlich auch nicht erwartet, es sah manchmal fast etwas aus wie eine Lotterie. Mal war eine Fahrerin oben schnell, aber unten ging dann gar nichts mehr. Dann kam eine italienische Rakete mit grossem Vorsprung in den Zielhand, und verpasste eines der letzten Tore. Andere wiederum - auch schnell unterwegs - verbockten schlicht den Zielhang, und dieser verzieh heute keine Fehler. Es ist sicher ein gutes Omen für Olympia, und vor allem auch ein versöhnliches Zeichen für Crans Montana, nachdem man gestern fast den Eindruck erhalten konnte, dass das Pech diesem Flecken Erde gerade etwas anhaftet. Aber in Cortina ist halt dann alles wieder anders: andere Piste, anderer Schnee, und vor allem ein anderer Wettbewerb mit eigenen Gesetzen. Und hoffentlich mit Lindsay Vonn.

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