Alles neu macht...der März
Es ist immer noch Frühling, die Sonne scheint, am Morgen frösteln wir etwas auf dem Weg zur Arbeit, am späten Nachmittag haben wir mit der gleichen Kleidung fast etwas zu warm. Einziger Unterschied zum letzten Post: es ist nicht mehr Februar, sondern März. Und für einmal ist es nicht der Mai, welcher alles neu macht, sondern der März der einiges verändert. Immerhin, den gestrigen Vollmond habe ich schlafens-technisch problemlos überstanden, ich habe wirklich gut geschlafen - was bei den aktuellen Ereignissen auf diesem Planeten nicht ganz selbstverständlich ist.
Fangen wir mit etwas Erfreulichem an: die Schweizer Ladies haben gestern gegen ein krass unterlegenes Nordirland in der Qualifikation zur nächsten Fussball-WM 2:0 gewonnen. Das Spiel war mit Spannung erwartet worden, weil die Schweiz ein neues Trainergespann hat, und die ersten Testspiele resultatmässig eher ernüchternd ausgefallen waren. Gestern nun begannen die Frauen mit Elan, und mit etwas Glück und dank einer reaktionsschnellen Riola Xhemaili gingen sie auch früh in Führung. Dann aber verwandelte sich das Spiel zu einer einseitigen Angelegenheit, eine Hälfte der Spielfläche hätte genügt - glücklicherweise werden in der Pause die Seiten getauscht. Nordirland fabrizierte Beton, die Schweiz mühte sich ab, mal mehr, je länger das Spiel dauerte immer weniger. Vielleicht liegt der Grund für meinen guten Schlaf auch in solchen Spielen, aber auch diese wollen, ja müssen sogar gewonnen werden. Insofern: 👍
Dann gilt bei den Airlines der Lufthansa-Gruppe seit März eine neue Regelung im Bereich des Handgepäcks. Auslöser war ein offener Brief einer deutschen Violinistin, welche als Vielfliegerin mit der Lufthansa urplötzlich ihre nahezu 300-jährige Geige nicht mehr im Kasten ins Flugzeug nehmen durfte. Das war zwar rein von den Vorschriften her korrekt, in der Vergangenheit aber nie ein Problem gewesen. Man stelle sich das mal vor, ein sündhaft teures Instrument ohne Schutz offen in der Kabine, der Schutzkoffer eingecheckt im Frachtraum des Flugzeugs. Die gute Dame meinte, sie habe nicht einmal auf die Toilette gehen können. Nun, normale Beschwerden (also das, was uns Normalos offen steht) haben nichts gefruchtet. Der offene Brief einer Vielfliegerin an den Konzernchef dann aber wohl schon - obwohl in der Begründung steht, man habe "aufgrund mehrerer Rückmeldungen" die Masse für Instrumente in der Kabine angepasst. Die Hoffnung bleibt also, dass auch normale Reisende ohne Vielflieger-Meilen hier etwas bewirken konnten... und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
A propos Vielflieger: gerade ist es ziemlich eng geworden auf den Flugrouten nach Osten. Die günstige Russland-Route ist ja schon seit mehreren Jahren für die allermeisten Airlines aus dem Westen geschlossen, nun funktioniert auch die etwas südlichere Route nicht mehr. Dort toben sich gerade Düsenjäger, Raketen und Drohnen aus, die zivile Luftfahrt weicht nun sehr weit nach Süden aus. Flüge nach Asien sollen dadurch mindestens 30 Minuten länger dauern, an sich keine grosse Verzögerung, aber das ist ja nur die reine Flugzeit. Da der Luftraum sehr eng geworden ist, hat es auch weniger Spielraum für Verspätungen - gut möglich, dass Flugzeuge nun bei Abflugverspätung sehr lange auf einen freien Slot warten müssen. Auf der anderen Seite: wer fliegt jetzt noch dort durch, der nicht unbedingt muss?
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