neue Welt(ordnung)
Alles neu macht der Mai - sagt man. Im Zug der allgemeinen Klimaerwärmung verschieben sich offenbar nicht nur die Jahreszeiten etwas, auch die Mai-Auswirkungen scheinen früher einzutreten. Gestern hatten wir ein Grossaufgebot an Blaulicht-Organisationen bei uns im Paradiso in Zollikofen. In der Einstellhalle hatte eine Batterie Feuer gefangen, wobei Feuer etwas übertrieben ist: sie glimmte mehr durch, als dass wirklich grosse Flammen zu sehen waren. Zumindest nicht mehr, als das Ganze entdeckt wurde. Die Batterie war hinter einem Auto platziert, welches offenbar keinen Schaden genommen hat. Stellt sich nun noch die Frage, was das für eine Batterie war. Denn vermutlich wurde sie über den Allgemein-Strom geladen und da haben wir bereits ein Präjudiz im Haus, wo für solche Bezüge ein monatlicher Betrag eingezogen wird. Schauen wir mal, wie die Geschichte weitergeht - ein Thema, welches es früher so nicht gab, da gab es eher Diskussion um die Lagerung anderer, brennbarer Stoffe in Einstellhallen.
Neu scheint auch die Situation bezüglich Umweltschutz zu sein: neu muss nicht mehr der Staat eingreifen, um den Verbrauch an fossilen Treibstoffen zu regeln, heute machen das ein paar wenige Häuptlinge von offensichtlich intelligenz-technisch stark degenerierten Stämmen. Insbesondere Häuptling Goldlocke mit den unablässig fliessenden verrückten Ideen beteiligt sich stark daran. Muss er wohl, um zu kaschieren, dass er sich mit einer früheren Aussage bezüglich Klimawandel geirrt hatte. Nun reduziert er den CO2-Ausstoff über fossile Treibstoffe eben mit einem gross angelegten Angriff auf den Iran. Feuer mit Feuer bekämpfen, das funktioniert eigentlich nur, wenn es bereits grossflächig brennt. Und ich denke, das tut es auf diesem Planeten. Die Kriege werden wohl zunehmend ähnlich wie ein Videospiel geführt, mit Tastatur, Maus, Joystick und Bildschirm. Der einzige Unterschied: die Auswirkungen zeigen sich in der physischen Welt. Es sterben echte Menschen, reale Infrastuktur wird zerstört, der Planet auf dem wir leben verschmutzt und belastet. Nur ein Narr sägt am Ast, auf dem er sitzt - manchmal ist einem das aber nicht so ganz bewusst, oder es wird einfach verdrängt.
Der Iran hat mit der Strasse von Hormus ein wunderbares Pfand in der Hand: solange er militärisch nicht besiegt ist, kann er entweder den Wirtschaft massiv belasten - über die Einschränkung des Welthandels und die Verknappung von Erdöl und -gas - oder er kassiert einfach eine Menge Kohle für die Durchfahrt von Schiffen. Danke Mr. President, gut gemacht. Einerseits ironisch gemeint, andererseits auch ein bisschen ernst. Denn es sind mitunter auch die viel zu günstigen Transportkosten, welche uns in eine grosse Abhängigkeit von weit entfernten Ländern manövriert haben. Zuletzt klar aufgezeigt während der Pandemie, als die Lieferung von Pharma-Grundstoffen aus Indien und zahlreichen Produkten aus China plötzlich ein Problem wurden - um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ich denke, wir sind mitten drin - mitten im Aufbau einer neuen Weltordnung. Dass Europa kein grosser Player mehr ist, wir früher zu Zeiten der Kolonialisierung, das ist bereits länger klar. Gut möglich, dass solche Prozesse nun ein Aufholen ermöglichen oder gar bedingen. Dass die USA aus meiner Sicht früher oder später ihre beherrschende Stellung in der Weltordnung verlieren werden, war absehbar - es überrascht die Geschwindigkeit, wie hier am Ast gesägt wird. Dass China hingegen an Einfluss massiv gewinnen wird, das ist klar und ist bereits voll im Gang. Sie machen es einfach wirtschaftlich und politisch, nicht militärisch - noch nicht.
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